Christ:innen und Kirchen fördern Verantwortung im lokalen Handeln
Mit der Schöpfungszeit 2026 setzen zukunftsorientierte Menschen in Soest gemeinsam ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung, Dialog und nachhaltiges Handeln. Unter dem Leitwort „prophetisch sein“ lädt die ökumenisch getragene Initiative dazu ein, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aus christlicher Perspektive wahrzunehmen, anzusprechen und gemeinsam nach tragfähigen Zukunftsperspektiven zu suchen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, die viele Menschen bewegen: Wie gelingt gesellschaftlicher Zusammenhalt? Wie kann nachhaltiges Leben konkret werden? Welche Verantwortung tragen wir für kommende Generationen und die Bewahrung der Schöpfung?
Die Schöpfungszeit versteht Kirche dabei bewusst als #Verständigungsort – als offenen Raum für Begegnung, Diskussion und gemeinsames Lernen mitten im gesellschaftlichen Leben. Prophetisch sein bedeutet in diesem Zusammenhang nicht Rückzug, sondern Einmischung: aufmerksam hinschauen, Missstände benennen und Hoffnung sichtbar machen.
„Mit diesem Angebot wollen wir ‚alle Menschen guten Willens‘ im Sozialraum ermutigen und gemeinsam wirksam werden“, führt die Sprecherin Kerstin Werner aus. „Uns verbindet ein gemeinsames Ziel: Eine lebenswerte Zukunft und ein gutes Leben für alle. Dieses orientiert sich an den Bedürfnissen der Schwächsten, der nachfolgenden Generationen und der Mitwelt.“
Ein zentraler Bestandteil der Schöpfungszeit sind drei thematisch miteinander verbundene Ausstellungen, die in drei evangelischen und katholischen Kirchen in Soest gezeigt werden. Sie eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Frage, was prophetisch inspiriertes Handeln bedeuten kann. Die Ausstellung „propheTisch“ widmet sich der Gesprächs- und Verständigungskultur. Unter den Leitgedanken „Wir können reden“, „Wir werden reden“ und „Wir müssen reden“ wird der Tisch zum Symbol für Begegnung, Verantwortung und gesellschaftlichen Dialog.
„Augenblick mal“ lädt dazu ein, genauer hinzusehen – auf Menschen, auf gesellschaftliche Entwicklungen und auf die Zeichen der Zeit. Die Ausstellung ermutigt dazu, Perspektiven zu wechseln und neue Wahrnehmungsräume zu öffnen.
Mit „Lass Blumen sprechen“ rücken schließlich Schöpfung, Wachstum, Schönheit und Vergänglichkeit in den Mittelpunkt. Die Ausstellung verbindet spirituelle Impulse mit der Frage nach einem verantwortlichen Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen.
Gemeinsam bilden die drei Ausstellungen einen Weg durch unterschiedliche Dimensionen prophetisch inspirierten Handelns: aufmerksam hören, wahrheitsliebend und hoffnungsorientiert reden und von einer Zukunftsperspektive her zu leben.
„Es geht um eine gesellschaftspolitische Mitverantwortung aller, die wir stärken wollen. Wir motivieren zu einer Lebensweise, bei der alle Menschen der gegenwärtigen wie der zukünftigen Generation ein menschenwürdiges Leben führen können, ohne dass dafür die ökologischen Ressourcen geschädigt werden“, betont Franz-Josef Klausdeinken.
„Die Gestaltung der Schöpfungszeit ist ein partizipativer Prozess. Viele Menschen setzen sich glaubhaft, zielorientiert und konsequent für ein klimaneutrales Soest 2030 ein. Sie stellen die globale Gerechtigkeit ins Zentrum und praktizieren und fördern nachhaltige Lebensstile, eine ‚Ethik des Genug‘“, ergänzt Dr. Hermann Buschmeyer.
Die Veranstalter laden alle Interessierten ein, sich einzubringen, mitzudenken und mitzuwirken. Die
Schöpfungszeit 2026 will Mut machen, Verantwortung gemeinsam zu gestalten – lokal verankert,
ökumenisch getragen und offen für den Dialog mit der gesamten Stadtgesellschaft.
Das Programm und vertiefende Informationen finden sich unter:
www.cc4f-soest.org/schoepfungszeit 2026
